
Kronen Zeitung
EX-SALZBURGER WALLNER:
„Seit Freund-Abgang suchen Bullen ihre Identität“
Salzburg muss im Bundesliga-Schlager heute (17) zu Rapid und will in die Erfolgsspur zurück. Der ehemalige Bulle Roman Wallner schätzt die aktuelle Lage beim Vizemeister ein und ist der Meinung, dass der einstige Liga-Krösus derzeit seine Identität sucht.
Bis September 2024 saß Roman Wallner als Co-Trainer bei Altach auf der Bank. Davor war der Ex-ÖFB-Teamspieler drei Saisonen Coach bei Salzburgligist SAK. Nun ist er seit rund eineinhalb Jahren ohne Job. „Es hat sich noch nicht das Richtige aufgetan, aber ich bin auch offen wieder für einen ambitionierten Amateurverein zu arbeiten. In letzter Zeit war ich viel hospitieren, unter anderem bei Crystal Palace und Oliver Glasner in London. Das war beeindruckend, ist aber eine andere Fußballwelt“, berichtet der 44-Jährige.
Auch die Bundesliga verfolgt der Ex-Stürmer genau. Und erwartet mit Spannung den heutigen Entscheidungstag im Kampf um die Top-Sechs. „Ich freue mich auf Rapid gegen Salzburg. Grün-Weiß muss zittern, aber ich glaube, dass es sich mit der Meisterrunde ausgeht“, sagt Wallner, der sowohl für die Hütteldorfer als auch die Bullen gespielt hat.
„Nützt sich wieder ab“
Dass die Mozartstädter nach verheißungsvollem Start unter Trainer Daniel Beichler zuletzt zweimal enttäuscht haben, überraschte ihn nicht komplett: „Nach einem Trainerwechsel ist zunächst natürlich viel Energie drinnen, aber das nützt sich dann auch schnell wieder ab. Beim 5:1-Erfolg gegen den LASK ist alles für Salzburg gelaufen, aber die Probleme, die sie schon über die ganze Saison hin hatten, können nicht einfach so schnell verschwinden.“
Wallner vermisst beim Vizemeister momentan einen klaren Plan. „Als Außenstehender sieht man derzeit meiner Meinung nach nicht genau, wohin der Klub möchte. Seit dem Abgang von Sportdirektor Christoph Freund sucht der Klub seine Identität.“
Auch deshalb wollte sich Wallner bei seinem Meistertipp nicht auf die Bullen festlegen. „Für mich ist alles offen. Es wirkt so, als würde keiner wollen, denn richtig konstant ist niemand!“
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